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Der Stifter Manfred Sauer

Manfred Sauer zog sich 1963 als 19-jähriger Schüler während eines Ferienaufenthaltes in England durch einen Schwimmunfall den Bruch der Halswirbelsäule zu und ist seit dem querschnittgelähmt.

Die medizinische Rehabilitation fand im damaligen weltweit führenden Behandlungszentrum für Querschnittgelähmte, dem Stoke Mandeville Hospital, nahe Oxford, England, unter der Leitung des Neurologen Sir Ludwig Gutmann statt. Die von Dr. Gutmann entwickelten Behandlungsmethoden sahen vor, den Querschnittgelähmten wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern mit dem Ziel, ihn zum Steuerzahler zu machen. Dieser Leistungsgedanke als Rehabilitationsziel begleitete Manfred Sauer sein Leben lang und ist sein Antriebsmotor.

Es folgte nach dem Klinikaufenthalt eine kaufmännischen Ausbildung im westfälischen Maria Veen und die erste Anstellung als kaufmännischer Ausbilder im 1965 neu errichteten beruflichen Rehabilitationszentrum der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg, Kurt-Lindemann-Haus.

1974 verließ Manfred Sauer den öffentlichen Dienst, um sich mit einer Angestellten selbständig zu machen, und zwar mit dem von ihm weiterentwickelten sogenannten Kondom-Urinal bei Blaseninkontinenz. 1982 errichtete er im Gewerbegebiet von Lobbach einen Produktionsbetrieb, in dem heute alle Komponenten diese Systems hergestellt werden. Hinzu kamen die Katheterproduktion und ein Bekleidungsbetrieb für die Herstellung modischer Kleidung, die auf die ständige Sitzhaltung von Rollstuhlfahrern zugeschnitten ist. Aus diesen Produktionsbereichen  ist nunmehr ein Betrieb mit mittlerweile über 300 Beschäftigten entstanden.