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Die Food-Trends 2022

Die Ernährungs-Trends des Jahres 2022 sind „Zero Waste“, das Vermeiden von Müll und Nahrungsmittelverschwendung, „Local Exotics“, das Anbauen von vermeintlich exotischen Obst- und Gemüsesorten in direkter Nachbarschaft, und „Real Omnivore“, der Trend zum verzichtfreien und dennoch bewusstem Allesessen.

1. Zero Waste

Zero Waste – so lautet das zentrale Motto nachhaltigen Konsumierens von morgen. Die Cradle-to-Cradle-Philosophie und die sich weiterentwickelnde Vision der Sharing Economy sind die treibenden Kräfte hinter der Idee, Müll oder scheinbaren Müll nicht nur wiederzuverwerten oder zu recyceln, sondern gar nicht erst anfallen zu lassen.

Food Waste ist nicht nur ökologisch problematisch, sondern hat auch negative wirtschaftliche und soziale Auswirkungen. Die Corona-Pandemie hat Lebensmittelverschwendung noch deutlicher im Bewusstsein der Konsumentinnen eigener Text

und Konsumenten verankert. Auch nach der Pandemie werden mehr Menschen – auch dank gestiegener Kochkenntnisse – sorgsamer mit Lebensmitteln umgehen, weniger wegwerfen und Reste besser verwerten. Das Prinzip Zero Waste wird alltagstauglich. Nachhaltigkeit verlagert sich immer mehr auf den Nutzungszyklus. Auch auf anderen Ebenen der Lebensmittelkette. Immer mehr Start-ups und Unternehmen finden innovative Wege, um aus Lebensmittelresten neue Produkte herzustellen. Auch engagierte Gastronomen leisten mit innovativen Konzepten wichtige Beiträge, um die weltweite Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.

2. Local Exotics

Die Lockdowns haben nicht nur die Bedeutung lokaler Lebensmittelproduktion weiter verstärkt, sondern zugleich eine neue Sehnsucht nach kulinarischen Entdeckungen und exotischen Genüssen geweckt. Local Exotics versprechen, diesen Widerspruch in Zukunft aufzulösen.

Angetrieben vom Wunsch der Konsumierenden nach einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion, wird auch der Bedarf an lokal hergestellten Lebensmitteln weiter steigen. Der Local-Exotics-Trend zeigt, dass dies nicht mit der Erweiterung der global inspirierten Geschmackswelten in Widerspruch geraten muss. Immer mehr Landwirte, Fischzüchter und Gemüsebauern wagen sich auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz an den Anbau beziehungsweise die Zucht von Pflanzen und Tieren, die noch vor Kurzem nur über weite Transportstrecken zu uns gelangt sind.

3. Real Omnivore

Künftig geht es nicht mehr nur um die eigene gesundheitsbewusste Ernährung, sondern um eine verantwortungsvolle Esskultur, die auch die Gesundheit des Planeten einschließt.

Real Omnivores sind die wahren Allesesser. Sie stehen für eine ausgewogene, nachhaltige Ernährung, deren Leitmotiv nicht Verzicht ist. Dabei haben sie keinerlei Berührungsängste mit Food-Tech-Innovationen oder außergewöhnlichen Zutaten oder Lebensmitteln – ganz im Gegenteil, sie werden von Neugier angetrieben, auch anderes und Neues auszuprobieren. Sie sind die Avantgarde, die unsere Esskultur auf den Prüfstand stellt und vorantreibt. Ihre Werte zahlen auf die eigene Gesundheit, aber auch auf das Wohlbefinden der Gesellschaft und ein Leben in Einklang mit der Umwelt ein. Verantwortung und Vielfalt sind ihre Maximen, mit denen sie zukünftige Entwicklungen in der Gastronomie, Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie voranbringen und die Muster unserer Ernährungsgewohnheiten aufbrechen werden.

Den Food-Report 2022 kann man kostenpflichtig hier beziehen.Food Report 2022 | Zukunftsinstitut Onlineshop

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