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Melonen: Ideale Erfrischung – aber auch keimbelastet?

Melonen, Mitglieder der Kürbisfamilie, sind gesund, erfrischend und kalorienarm. Und es gibt sie in vielen Varianten, wobei die Wassermelone nur die bekannteste ist. Es gibt:

  • Die Wassermelone
  • Die Honigmelone
  • Die Galiamelone oder Netzmelone
  • Die Futoro-Melone
  • Die Cantaloupe-Melone
  • Die Charentais-Melone

Melonen bestehen zu größten Teil aus Wasser. Zudem enthalten Wassermelonen Vitamin A, Kalium, den sekundären Pflanzenstoff Lycopin, der das Immunsystem unterstützt und gegen freie Radikale wirkt, sowie die Aminosäure Citrullin, die die Herzgesundheit unterstützt. Und die Kerne der Wassermelone sollte man ruhig mitessen, denn in ihnen stecken die Vitamine A, B und C, sowie ungesättigte Fettsäuren und Eisen, Magnesium und Kalzium

Über den Reifegrad

Reife Wassermelonen klingen beim Klopfen hohl und Honigmelonen dumpf, während unreife Melonen kaum ein Geräusch von sich geben. Auch wenn Melonen zu Hause noch nachreifen, haben die bereits auf dem Feld ausgereiften Melonen das intensivste Aroma. Der süßliche Geruch der Frucht ist ein weiteres Merkmal der Reife. Im Vergleich zu gleich großen unreifen Melonen sind reife Melonen zudem schwerer, da die Früchte beim Reifen Flüssigkeit aufnehmen und speichern. Und einmal ganz abgesehen davon, dass reife Melonen besser schmecken, haben die unreifen Melonen eine weitere Eigenschaft, die Menschen mit Querschnittlähmung nicht egal sein sollte: unreife Melonen können abführend wirken.

Gefahren durch aufgeschnittene Melonen?

Melonen werden im Einzelhandel als ganze Frucht oder in Teile bzw. in Würfel geschnitten angeboten. Doch sind diese Früchte dadurch auch anfälliger für eine Keimbelastung? Dieser Frage ist das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover (LVI) des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) nachgegangen. In diesem Jahr wurden bisher zehn Proben aufgeschnittener Melonen insbesondere auf krankmachende Keime, wie Salmonellen und Listerien, untersucht. Das Ergebnis: in keiner Probe wurden krankmachende Keime nachgewiesen.

Auf rauer Melonenschale haften Keime besonders gut und können beim Anschneiden auf das Fruchtfleisch gelangen. In den vergangenen Jahren waren aufgeschnittene Melonen auch Ursache für lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche. In Deutschland konnte 2012 erstmals ein überregionaler Salmonellenausbruch auf den Verzehr von Wassermelonen zurückgeführt werden, mindestens fünf Bundesländer waren betroffen.

Testergebnisse erfreulich

Die aktuellen mikrobiologischen Ergebnisse sind erfreulich. Dennoch ist grundsätzlich von einer potenziellen Gefahr durch krankmachende Keime bei verarbeiteten Melonen, die zu den leicht verderblichen Lebensmitteln gehören, auszugehen. Im Sinne des gesundheitlichen Verbraucherschutzes werden die Untersuchungen fortgeführt.

Rückblick

Insgesamt 69 Proben geschnittener Melonen sind in den Jahren 2016 bis 2020 im LVI Braunschweig untersucht worden. Das Ergebnis: lediglich eine Probe, die bereits matschig war und säuerlich roch, wurde als nicht mehr zum Verzehr geeignet beurteilt. Außerdem wurden darin hohe Keimgehalte festgestellt. In 15 Fällen wurden die geschnittenen Melonen im Einzelhandel ungenügend oder nicht gekühlt gelagert.

Einkaufstipps

Es sollte auf optisch einwandfreie, frische Ware und auf eine ausreichende Kühlung im Handel geachtet werden. Aufgeschnittenes Obst muss bei maximal + 7°C gelagert werden, zudem sollte es nach dem Kauf rasch verzehrt oder sofort gekühlt werden, um eine Keimvermehrung zu minimieren.

Hygienetipps

Auch wenn Keime auf rauer Melonenoberfläche gut anhaften können, sollte die Frucht vor dem Anschneiden nicht gewaschen werden. Denn durch das Waschen kann sich die Gefahr einer Verschleppung von Krankheitserregern eher noch erhöhen.

Um die mögliche Übertragung von Krankheitserregern auf das Fruchtfleisch weiter zu minimieren, sollten Hygieneregeln unbedingt eingehalten werden. So sollte insbesondere auf saubere Hände, Messer sowie Arbeitsflächen geachtet werden.

 

Quelle: Aufgeschnittene Melonen mit Keimen belastet?, LAVES - Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, PM

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