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03.06.2019

Gurke: Gemüse des Jahres 2019

Seit 1999 wählt der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) das Gemüse des Jahres. 2019 wurde die Gurke gekürt, die mit ihrem frischen Geschmack und hohen Wassergehalt im Sommer auf jedem Speiseplan stehen sollte.

Gurken sind die wasserreichsten und kalorienärmsten Gemüse schlechthin. Ihre weltweite wirtschaftliche Bedeutung ist immens. Hierzulande kennt man meist die unter Glas angebauten Salat- oder Schlangengurken, sowie verschiedene Formen von Einlegegurken. Gurkenanbau und -züchtung werden in Deutschland noch heute mit gutem Erfolg betrieben – aber ein Großteil der einstigen Vielfalt ist verschwunden. Der VEN möchte zur Erhaltung und Verbreitung samenfester und damit nachbaufähiger Sorten anregen. Dabei kann es sich sowohl um Landsorten, als auch um ältere oder moderne Züchtungen handeln.

Die Gurke gehört zur Familie der Kürbisgewächse. Die Gattung Cucumis umfasst eine Reihe kultivierter Arten, darunter afrikanische Kiwanos, die Antillengurke, die große Sippe der Melonen und diverse Ziergurkenarten.Unter den Melonen gibt es zahlreiche gurkenähnliche Sorten, die auch als Gemüse Verwendung finden, so z.B. die Armenische Gurke. Heute gilt als gesichert, dass es sich bei den Beschreibungen und Samenfunden aus der römischen und griechischen Antike sowie aus dem alten Ägypten durchweg um solche gurkenähnliche Formen der Honigmelone und nicht um Gurken handelt.
 

Kein Grund zu Bitterkeit

In Indien gibt es dagegen nachweislich seit über 3.000 Jahren Gurkenanbau. Hier wurde wahrscheinlich auch die Kulturgurke aus einer extrem bitteren Wildform domestiziert. Gurkenzüchtern ist es zu verdanken, dass heute fast alle im Handel befindlichen Gurken nahezu frei von Bitterstoffen sind. Das gefürchtete Auftreten bitterer Enden kann bei älteren Sorten bei ungünstiger Witterung (Kälte, Trockenheit, Staunässe) aber durchaus noch vorkommen. Hier kann geeignete, gute Pflege schon im Ansatz entgegenwirken. Eine alte Küchenregel empfiehlt, Gurken von der Blüte zum Stiel hin zu schälen, da sich die Bitterstoffe vom Stielansatz her anreichern. Häufig sind nur die ersten Zentimeter bitter. Im Laufe des Reifeprozesses werden die Bitterstoffe abgebaut, so dass bei spät geernteten Schmorgurken kaum noch Probleme auftreten. Auch das Einlegen in Wasser reduziert den Bitterstoffgehalt schon nach einer Nacht erheblich. Das gleiche gilt für die vor allem in Osteuropa übliche milchsaure Vergärung.
 

Inhaltstoffe

100 Gramm rohe Gurke enthalten nur etwa zwölf Kalorien. Damit gehört die Gurke mit zu den Lebensmitteln, die am wenigsten Kalorien haben. Die geringe Kalorienzahl ist vor allem auf den hohen Wassergehalt zurückzuführen, der bei rund 95 Prozent liegt. Gerade wer im Sommer dazu neigt, zu wenig zu trinken, kann mit einem Stück Gurke also einiges gut machen.

Neben dem hohen Wassergehalt setzt sich die Gurke noch zu 3,5 Prozent aus Kohlenhydraten sowie aus sehr geringen Mengen an Eiweißen und Fetten zusammen. Nicht nur Vitamine aus der B-Gruppe sind in der Gurke vertreten, sondern auch Vitamin C und Vitamin E. Die enthaltenen Mineralstoffe sind Calcium, Zink, Eisen, Magnesium, Kalium und Phosphor. Um die wertvollen Vitamine und Mineralstoffe zu erhalten, sollte man die Gurke mit der Schale verzehren, allerdings gilt es dann beim Kauf, darauf zu achten, dass die Schale unbehandelt ist.