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Sabine Minden will mit ihren Bildern Mut machen, entsprechend tragen ihre Werke Namen wie „Himmelwärts“. Foto: Trilsbach

30.09.2013

In ihren Bildern scheint alles möglich zu sein, sogar Schweben

Gäste gerieten bei der Vernissage von Sabine Minden ins Schwärmen

 

Lobbach-Waldwimmersbach. (tri) Die Bilder von Sabine Minden machen Mut. Lassen den Betrachter durch Lichteinflüsse oder Perspektivwechsel schweben. Durch Geäst oder Landschaft schauen, teils auch in Farben schwelgen. Mit ihrer beeindruckenden Ausstellung spricht Sabine Minden durch die Leichtigkeit und Harmonie in ihren Bildern die Gemüter positiv an. „Die Menschen sollten ihren Blick nach oben richten und sich aufrichten, sich nicht von psychischen oder physischen Problemen niederdrücken lassen“, sagte sie bei der Vernissage in der Manfred-Sauer-Stiftung zum Titelbild „Gegen die Schwerkaft“, das einen weiten Blick in Baumwipfel darstellt.

Ihre in Acryl oder Mischtechnik auf Leinwand gemalten Kunstwerke heißen beispielsweise „Himmelwärts“, „Pure Freude“, „Sog“ und „Ungeahnte Kräfte“ sowie „Lied des Waldes“. Die Titel sind mit Bedacht gewählt, doch überlässt Sabine Minden den Betrachtern deren eigene Interpretation.

Bei der Eröffnung feierte die Künstlerin einen großen Erfolg. Viele Freunde und Wegbegleiter gratulierten der Grafikerin aus Neckargemünd zur gelungenen Ausstellung. Begeistert von den Exponaten zeigte sich auch Stiftungsgründer Manfred Sauer. „Ich wünsche der aparten Künstlerin mit ihren ansprechenden Bildern vor allem auch viele kaufinteressierte Besucher“, so Sauer.

Mit seiner Stiftung gibt er Impulse für bewusstes Leben in vielfältiger Weise. Gewissermaßen gibt Sabine Minden mit ihren Bildern auch Impulse für ein bewusstes Leben.

Die Kunsthistorikerin Andrea Crone führte in die Werke ein und betonte, dass die Malereien von Sabine Minden mit ihren subtilen Verweisen auf die reale Welt wie vom Fenster eines fahrenden Zuges aus gesehen erscheinen. „Dabei tauchen einzelne Strukturen auf und verschwinden wieder, das Licht wechselt, die Perspektive verzieht sich“, erklärte Crone. „Die Realität zerfällt in einzelne Farben und Eindrücke, in Formen, Lichter und Schatten.“ Nichts sei unmöglich in den Bildern.

Es gebe kein entwederoder, kein obligatorisches oben oder unten, kein richtig oder falsch. „Ja, es scheint sogar möglich zu sein, dass die Schwerkraft aufgehoben wird“, sagte Crone und ergänzte: „Man könnte sagen, dass es trotz des Gesetzes der Schwerkraft möglich ist, dass sich Dinge, Gegenstände, Elemente vom Boden lösen und aufwärts streben, also das Schwere, die Bodenhaftung hinter sich lassen.“

Sabine Minden ist mit Stephan Friebe verheiratet, das Paar hat einen 13-jährigen Sohn. Die Familie wohnt seit 20 Jahren in Neckargemünd. Dort hat Sabine auch eine eigene Agentur für Kommunikationsdesign. Viel Kraft schöpft sie auch aus ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit als Liturgiehelferin in der „Arche“. „Wir möchten doch alle nicht unter die Erde, nicht wahr, sondern der Geist will nach oben ins Licht“, meinte sie vor ihrem gleichnamigen Bild „Ins Licht“. Swing und Chansons ließen die vierköpfige Band „Jazz Pastry“ und Sängerin Annegret Feldmann-Ihrig beim Gang durch die weitläufige Ausstellung im gläsernen Atrium erklingen.

Info: Die Ausstellung ist bis zum 10. November täglich, auch am Wochenende, von 8 bis 22 Uhr, in der Manfred-Sauer-Stiftung, Neurott 20, in Lobbach-Waldwimmersbach zu sehen