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01.09.2016

Nachtrag Hülsenfrüchte

Wir berichteten darüber, dass 2016 das Jahr der Hülsenfrucht ist, und welch wertvolle Nahrungsmittel Linsen, Kichererbsen und Co. sind.

 
2016/06 Internationales Jahr der Hülsenfrüchte

Daraufhin erhielten wir von einem aufmerksamen Leser den Hinweis, dass viele Querschnittgelähmte Hülsenfrüchte gar nicht vertragen. Das stimmt natürlich. Hülsenfrüchte enthalten schwer verdauliche Eiweiße und Ballaststoffe, die bei empfindlichen Menschen Blähungen verursachen können. Querschnittgelähmte müssen davon nicht notwendigerweise betroffen sein, denn ob Blähungen auftreten und wie stark sie sind, hängt von mehreren Faktoren ab, wie Verzehrmenge, Gewöhnung und individueller Sensibilität.

Ein weiterer Aspekt ist die Schale mit der die Hülsenfrüchte ummantelt sind. Hier stecken die meisten schwerverdaulichen Ballaststoffe, doch der Aufbau dieser Hülle variiert je nach Sorte. Dünnschalige Hülsenfrüchte wie z. B. rote Linsen und Kichererbsen werden besser vertragen als solche mit dicken Schalen wie z. B. Tellerlinsen und weiße Bohnen.
Zudem hat es sich als vorteilhaft erwiesen Hülsenfrüchte vor der Zubereitung gut abzuspülen und mind. acht Stunden einzuweichen, selbst wenn das laut Packungshinweis gar nicht notwendig ist. Das Kochwasser sollte zudem nicht mitgegessen sondern abgeschüttet werden. Für z. B. eine Linsensuppe fügt man den Linsen Brühe und Gemüse erst dann zu wenn die Linsen abgespült, eingeweicht, gegart, abgeschüttet und nochmals abgespült worden sind.

Als weitere Möglichkeit Hülsenfrüchte verträglicher zu machen gilt es, dem Kochwasser ein Stück Kombu Alge (gibt es z. B. im Bio- oder Asialaden) hinzuzufügen. Weiter sollte man Zubereitungen wählen, bei den viele blähungshemmende Kräuter und Gewürze verwendet werden. Zu einer Übersicht zu Kräutern und Gewürze, die sich wohltuend auf die Verdauung auswirken, geht es hier: Kräuter und Gewürze http://www.der-querschnitt.de/archive/3310